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Facebook Plugin: Landgericht Düsseldorf entscheidet klar dagegen

16. Mär 2016
Ob der Facebook Like-Button datenschutzrechtlich in Ordnung ist, wurde schon lange und ausgiebig diskutiert. Die meisten Seitenbetreiber fühlten sich auf der sicheren Seite Ihre Datenschutzerklärung mit einem demensprechenden Hinweis zu versehen.
Das Landgericht in Düsseldorf ist nun einer Klage der Verbraucherzentrale NRW gegen die Internetseite eines Fashionanbieters nachgegangen und hat entschieden, dass dieses Facebook Plugin eine Rechtswidrigkeit darstellt.

Konkret handelt es sich um den Like Button, der nach Klick automatisch Daten wie die IP Adresse des Users überträgt. Eine sogenannte zwei-Klick Lösung ist vonnöten, da hierbei der User der Übertragung durch einen Bestätigungsklick quasi zustimmt.

Unsere Empfehlung: Entfernen

Was ist nun zu tun? Wir empfehlen allen Webseitenbetreibern, die einen Facebook Like-Button auf Ihrer Webseite eingesetzt haben, diesen entweder durch die zwei-Klick Lösung zu ersetzen, oder einfach nur zu Ihrer Facebook Seite via Link zu leiten.

Auch Deutschlands bekanntester Social Media Anwalt Thomas Schwenke schätzt, dass das Urteil des LG Düsseldorf Vorbildcharakter für weitere Verfahren an deutschen Gerichten haben dürfte. Seine Empfehlung ist ebenso diese Facebook Like Button unverzüglich von den Webseiten zu entfernen um teuren Abmahnverfahren und hohen Strafen zu entgehen.

Wir als Internetagentur in Kempten, die seit Jahren die Problematik der Datenschutz Konformität Facebooks und anderer Social Media Kanäle beobachtet und seine Kunden eher zur Vorsicht raten, sind nicht über dieses Urteil überrascht. So wurde von unserer Seite kein einziger dieser nun rechtswidrigen Buttonlösungen unseren Kunden angeboten oder eingebunden.


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